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In Deutschland stirbt eine Katze am Vogelgrippe-Virus
Erstmals ist in Deutschland der gefährliche Vogelgrippe-Erreger auch bei einer Katze nachgewiesen worden. Bei dem auf der Insel Rügen tot aufgefundenen Tier sei eine Infektion mit dem H5N1-Virus festgestellt worden.
[sda] - Dies teilte der Chef des Friedrich-Loeffler-Instituts, Thomas Mettenleiter, in Riems mit. Ob es sich um die hoch ansteckende Variante handle, die in Asien und der Türkei zu Erkrankungen auch von Menschen geführt habe, werde derzeit noch untersucht.
Die Katze war am vergangenen Wochenende in der Nähe der Wittower Fähre aufgefunden worden. Dort waren auch die meisten der mehr mehr als 100 infizierten Wildvögel auf Rügen gefunden worden.
Derweil erreichte die Vogelgrippe Bayern. Bei zwei Wildvögeln in Oberbayern sei das H5N1-Virus nachgewiesen worden, teilte das Umweltministerium in München mit.
Auch in Schweden wurden inzwischen bei zwei toten Wildvögeln das H5N1 Virus nachgewiesen, wie die zuständigen Behörden in Stockholm mitteilten.
Die Internationale Tierseuchen-Behörde OIE rechnet mit weiteren Fällen des Vogelgrippe-Erregers H5N1 bei Hausgeflügel in Europa.
"Die Ausbreitung der Krankheit bei Nutztieren in anderen europäischen und benachbarten Staaten ist sehr wahrscheinlich und könnte durch das Eintreffen infizierter Zugvögel aus Afrika und Nahost im Frühjahr noch beschleunigt werden", teilte die Behörde in Parismi.
Frankreich hatte als erstes EU-Mitgliedsland das auch für Menschen gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 bei Nutztieren auf einem Zuchtbetrieb im Osten des Landes festgestellt. Am Montag begannen französische Veterinäre mit Massenimpfungen gegen die Tierseuche bei Geflügel. Die Schutzmassnahme ist innerhalb der EU umstritten.