Ich denke das es immer so sein wird das 'die Jugend' mit 'wir' und 'früher' vergleichen wird und dann schlecht dargestellt wird.
Dann wird wieder von Disziplin, Verantwortung, Reife geredet und wie viel besser früher doch alles war. Den Rohrstock im Klassenzimmer möchte aber doch niemand wirklich zurück haben?
Jede Generation wird aufs neue die Grenzen ausloten, frech sein und die Eltern und Lehrer in den Wahnsinn treiben.
Wenn man dann in die Ausbildung und Beruf kam hatte die Gesellschaft ja bisher auch alle wieder eingefangen. Als Student sieht man die Welt halt noch lockerer als als Anwalt.
Allerdings ist es seit einigen Jahren so das die Gesellschaft eben nicht mehr alle einfängt weil viele eben draussen bleiben.
Das Problem liegt aber meiner Meinung nach schon viel weiter zurück und ist auf eine massive Immigration und fehlende Integration zurückzuführen.
Die erste Generation von Immigranten wurde nicht integriert, die zweite ebenfalls nicht und die dritte wächst nun in einem entsprechenden sozialen Umfeld auf. Abgrenzung und Ausgrenzung gehen da einher.
Und das was man schon aus den Ghettos von Brasillien, Südafrika und Amerika kennt haben wir nun auch lokal begrenzt in Europa. Und das ganze trägt sich dann natürlich in die Schulen, zumindest in die unteren Bildungszweige.
Und wenn man halt einmal unten drin steckt sind die Chancen auf Bildung und dort wieder rauszukommen eher gering. Und aus mangelnden Perspektiven und Minderwertigkeitskomplexen entsteht dann eben Gewalt.
Ich denke übrigens das das wahre Ausmaß uns erst nach und nach Bewusst wird, die Unruhen in Frankreich waren da wohl erst ein Vorgeschmack.
Die Ursache liegt also meiner Meinung nach in einem in der Vergangenheit unkontrolliertem Strom von Wirtschaftsflüchtlingen wo keine Chance besteht das sich am Ende eine kulturell homogene Bevölkerung ergibt.