WASHINGTON - Der US-Rapper Kanye West hat US-Präsident George W. Bush Missachtung der schwarzen Hurrikan-Opfer im Süden der USA vorgeworfen. Bei einer Spendengala im Fernsehsender NBC wich am Freitagabend (Ortszeit) vom vorgegebenen Text ab.
Dabei griff der sichtlich aufgewühlte Hip-Hopper den Präsidenten wegen der zögerlichen Reaktion auf die Krise in der mehrheitlich von Schwarzen bewohnten Stadt New Orleans an: "George Bush interessiert sich nicht für Schwarze", rief West, bevor die Kameras zu einem weiteren prominenten Spendenwerber schalteten.
Der Musiker kritisierte zudem die Berichterstattung über die Katastrophe: "Ich hasse es, wie sie uns in den Medien darstellen. Man sieht eine schwarze Familie, und sie sagen: 'Sie plündern'. Man sieht eine weisse Familie, und sie sagen: 'Sie suchen nach Essen'".
West kritisierte, es habe fünf Tage gedauert, bis endlich Bundeshilfe in New Orleans eintraf, "weil die meisten der Leute dort Schwarze sind".
Quelle: 20min.ch
Das sagt ja schon alles aus 