Neuer Honda HR-V enthüllt

Schon seit ein paar Wochen weiss man von Erlkönigbildern ungefähr welche Form die nächste Generation des Honda HR-V haben wird. Auch, dass eine Hybrid-Variante kommt war bekannt. Im Zuge des Versprechens von Honda bis 2022 bei allen Volumenmodellen einen elektrifizierte Variante anzubieten verwundert es nicht, dass der Honda HR-V e:HEV als erstes präsentiert wird. Wenn man die in Europa angebotene Modellpalette des Jazz und die CO2-Gesetzgebung anschaut ist sogar zu erwarten, dass es hier ausschliesslich diese Motorisierung geben wird.



Design


Es gehört zu Hondas Designphilosophie, dass bei grösseren Fahrzeugen wie Vans oder SUVs versucht wird mit einer coupéhafte Linienführung die Grösse des Fahrzeuges zu kaschieren und sie dynamischer wirken zu lassen. Dies war schon bei der zweiten HR-V Generation sichtbar und tritt nun bei der dritten Generation noch einmal stärker in den Vordergrund. Das Design wirkt modern, die Linien glatt und filigran. Vorne fällt der markante Kühlergrill auf, die Scheinwerfer sind schmaler geworden und Hondas Solid Wing-Face ist Geschichte. Die lange Motorhaube, die hohe Gürtellinie und die sanft auslaufende C-Säule markieren die neue SUV-Designlinie von Honda. Dies konnte man schon beim jüngst präsentierten Acura MDX sehen. Leider verliert der HR-V damit ein Stück weit auch seine Eigenständigkeit. Die Ähnlichkeit zum Mazda CX-5 oder Hyundai Tucson sind nicht von der Hand zu weisen und die Rückleuchten sind Copy/Paste vom Porsche Macan.




Wer jetzt sagt, der Honda HR-V sei optisch gar nicht sein Ding, dem sei gesagt: Es lohnt sich, dem Kompakt-SUV von Honda eine Chance zu geben. Es gibt ein Lichtblick. Dazu weiter unten mehr.


Interieur


Innen ist Honda dem Vorgänger treu geblieben. Das Interieur ist schlicht und minimalistisch. Dies hat man beim aktuellen Honda HR-V kennen und schätzen gelernt. Das horizontal ausgerichtete Armaturenbrett wirkt aufgeräumt. Das Zentraldisplay ist deutlich grösser geworden. Am griffigen sportlichen Lenkrad hat man glücklicherweise wenig geändert. Die Stoffe und Materialien unterstreichen den modernen Charakter des Kompakt-SUV. Originell sind die in den oberen Bereich des Armaturenbretts integrierten Lüftungsdüsen.



Da der Honda HR-V auf dem Jazz basiert, übernimmt er auch das hervorragende Raumkonzept. Der kompakt konstruierte Hybrid-Antrieb und der mittig im Unterboden positionierte Treibstofftank schaffen viel Platz und natürlich sind auch die hochklappbaren Magic-Seats an Bord.




Antrieb


Auch wenn Honda noch keine Details zur genauen Motorisierung des HR-V Hybrid publiziert hat, wird es sich um den 1.5 Liter i-MMD handeln, der bereits aus dem Jazz bekannt ist. Die Besonderheit an der neuen Hybrid-Generation von Honda ist, dass nicht mehr der Benzinmotor durch den Elektromotor unterstützt wird, sondern umgekehrt. So wird sich auch der neue Honda HR-V im Stadtverkehr mehr wie ein Elektrofahrzeug fahren. Auch auf der Autobahn ist das System angenehm, wenn man denn einmal mit viel Motorgeheule seine Reisegeschwindigkeit erreicht hat.


Ob es auch den 1.5 Liter ohne Hybrid oder eine Allradvariante geben wird, wie dies beim Honda Vezel – so heisst der HR-V in Japan und anderen asiatischen Märkten – angeboten wird bleibt abzuwarten. Wir sagen: Eher unwahrscheinlich. Noch unwahrscheinlicher ist eine Sport- oder Turbo-Variante – diese Zeiten dürften aufgrund der immer strenger werdenden Umweltvorschriften in der EU vorbei sein.


Noch einmal kurz zum Design. Auch wir waren etwas enttäuscht, als wir die Bilder das erste Mal gesehen haben. Wenn man aber die Zubehörpakete anschaut, die in Japan bereits präsentiert wurden, dann muss man sagen: Mit einem anderen Grill sieht der neue HR-V echt toll aus!



Die dritte HR-V Generation wird in Europa ab Herbst erhältlich sein.


Fotos: Honda