Beiträge von Simonini

    Ich bin eher nicht so die Leseratte und schreibe eher selten. Mich belastet einfach dieses Thema sehr, weil ich mich bedroht fühle in meinen Einstellungen und Werten. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und für mich ist das Fahren ein zentraler Teil meines Lebensgefühls.


    Leider fühle mich darin bedroht: Überall wird zur Jagd auf den Auto- und Töfffahrer geblasen. Jeder, der im Fahren nicht nur das pure "Rollen" von A nach B sieht, sondern auch mal etwas engagierter unterwegs ist, muss sich als Krimineller fühlen, obwohl er niemandem dabei Leid zugefügt.


    Eigentlich bin ich hier, um mich bei Gesinnungsgenossen auszuheulen. :)


    Nein ehrlich: Mich belastet das sehr! :(

    Danke!


    Der Verkehr und das Recht ist offensichtlich ein sehr emotional aufwühlendes Thema, zu dem jeder von uns viele eigene Geschichten zu erzählen weiss.


    Hier ein interessanter Link zum Thema Verhältnismässigkeit beim Ausweisentzug:


    http://www.tcs.ch/main/de/home…bundesgerichtsurteil.html


    Und dazu noch ein Hinweis:


    Seit 2005 gilt neues Recht für
    1.) die Bussen (Tagessätze)
    2.) den Ausweisentzug (Artikel 16a, b undc)
    3.) Dazu steigt permanent die Kontrolldichte
    4.) und die Praxis hat sich geändert (weniger auf Unfallschwerpunkten blitzen sonder auf übersichtlichen "Raser"-strecken, da man ja Geld verdienen will).


    Alle Faktoren zusammen potenzieren sich in ihrer Wirkung!
    Ich frage mich, wie lange es geht, bis die breite Bevölkerung geschnallt hat, was abgeht.

    Wie jeden Morgen begab ich mich auch heute zum Bahnhof, mit der Absicht, den nächsten Schnellzug nach Zürich zu besteigen. Die erste Station meiner umständlichen, täglichen Zugreise. Zur Abwechslung war ich rechtzeitig und konnte mich daher mit allen anderen Pendlern vor dem Geleise postieren und apathischen Blickes so tun, als gäbe es vor uns auf den Schienen etwas zu sehen.
    Von einem jungen Herrn wurde ich mit der mit der Frage nach dem nächsten Zug nach Neunhof aus meinem Zustand geistiger Umnachtung geholt. Verwundert darüber, dass man sich diese Information nicht selbst zu beschaffen wissen kann, gab ich mich bemüht, meine soziale Seite zu aktivieren und dem Bedürftigen den leicht verständlichen Inhalt des gut lesbaren Abfahrtsplanes auf dem unübersehbaren Bildschirm zu erläutern. Der junge Herr bedankte sich und wirkte leicht beschämt, da er sich offenbar der Entbehrlichkeit seiner Frage bewusst wurde. Nebeneinander auf dem Bahnsteig stehend, begaben wir uns erneut in den autistischen Zustand des Pendelers, welcher in Richtung Gleis ins leere starrt, als gäbe es vor uns auf den Schienen etwas zu sehen.


    Nun musste ich es doch wissen. Also brach ich das Schweigen und fragte ich ihn: "Nicht oft mit dem Zug unterwegs?" Er: "Nein." Kurze Pause. Dann er: "Und Du?" - "Noch nicht so lange. Seit bald 3 Monaten". Er lacht und meint: "Ich die nächsten 3 Monate!"


    Darauf folgten Kurzfassungen zweier Leidensgeschichten, von hinterhältigen Wegelagereien, behördlicher Schikane und massiver indirekter Verkehrssteuern. Ein Gefühl von Überdruss macht sich in mir breit: zu oft das selbe Thema in letzter Zeit. Es folgte ein kurzer Moment der Verbrüderung, bevor der Schnellzug vor uns seine Bremsbeläge in krebserregenden Feinstaub umwandelte während er mit Wucht mitten in den dicht bevölkerten Bahnhof einfuhr, die Wartenden dadurch in hohem Masse abstrakt gefährdend. Kurz angebunden verabschiedete ich mich und setzte mich mit den folgsamen und nichtrauchenden Arbeiterbienen Richtung Wagentüre in Bewegung.

    Zitat

    Original von Jery
    immer wänn ich dä threadtitel läse lies ich s erschte wort ohni "m", wieso das? <rofl>


    Ok, shit, hani gar ned kännt! <rofl>
    Ha immer dänkt, Symbian tönt irgendwie lauwarm... <amkopfkratz>


    BTW: hab jetzt gecheckt, wie Mails via Wlan versendet werden können:
    Mailbox -> E-Mail Einstellungen -> Verbindungseinstell. -> Ausgehende E-Mails -> Verw. Zugangspunkt -> Immer fragen

    Zitat

    Original von spyker
    Hast wohl ne neugierige Freundin was?


    Eine? ;)


    Nö, im Ernst: Man hat ja auch seine Mails und viel privates Material auf so einem Gerät. Der Gedanke, dass einer, der das Ding klaut einen sehr tiefen Einblick in meine Privatsphäre kriegt, ist mir äusserst unangenehm. Und da das Gerät meisst eingeschaltet ist, wenns geklaut wird, nützt auch der PIN wenig. Ein paar zusätzliche Sicherheitsfeatures wären also wünschenswert.


    Danke für den Link! Sehr informativ!
    Hier 2 Seiten:


    www . dotsis.com
    www . series60v3 . com


    Hat jemand rausgekriegt, ob und wie man Mails wie WLan versenden kann?

    Das ist der hier.


    Mich hat beim Originalkalender gestört, dass alle anstehenden Aufgaben immer beim aktuellen Tag eingeblendet werden. Ich synchronisiere mit Outlook und habe ca. 20 AUfgaben mit hoher, normaler und niedriger Prio. Und diese werden immer Eingeblendet, so dass man die Termine nicht mehr sieht. Ziemlich nervig. Deswegen habe ich mir diese Software geholt. Weiss nicht, ob es noch bessere gibt.

    Ich hab noch keinen Thread zu dem Thema entdeckt, also möchte ich das Thema mal anreissen, um KnowHow zu sammeln.
    Ich hab seit neustem ein N82. Ist eine super Teil! Die Kamera ist 1A, das integrierte Navi brauchbar und BT & WLAN sehr sinnvoll
    Für das Symbian S60 OS gibt es einen Haufen Software für dieses und jenes.
    Ich möchte mal wissen, was man an sinnvollen Tools empfehlen kann.
    Ich habe schon mal folgendes installiert:


    - Opera Mini Browser. Viel schneller als der integrierte Browser
    - AquaCalendar: Agenda Software mit grösserem Funktionsumfang
    - Fring: Software für VOIP (Skype)

    Ich weiss schon. Nur: Dass der Mediamarkt am Sa die Hölle ist, hat v.a. mit der Parkplatzsituation zu tun. Ich war schon am Sa in der Ikea und dort geht's einigermassen. Natürlich ziehe auch ich einen Abend unter der Woche vor.
    Nur ist das genau die Folge des Zwanges, der aus einer solchen Situation entsteht. Genau wie das Stehen im Stau durch halb Zürich, wenn man Richtung Chur will. Ist ja kein Zustand!


    Typisch Schweiz: Ja, weil sich jeder zu den proaktiven Recycelmeistern und Umweltschützern zählt und offiziell ein GA besitzt. Aber dann eben doch mit dem fetten Q7 rumkurvt. Die Doppelmoral ist sehr auffällig.


    Scheint mir fast so, als fühle sich Herr Schweizer in seinem übermotorisierten Bürgerkäfig sitzend schuldig für das Elend dieser Welt und dulde daher stillschweigend jede Peinigung, die ihm auferlegt wird. :D

    Logisch. Sondern am Mittwoch Morgen, da man ja dann nicht arbeiten muss... <rotaeye>


    Es gibt einige gute Beispiele für praxisfremde Verkehrspolitik. Die Verschlimmbesserung beim Mediamarkt in Dietikon ist eines davon.
    Oft hat ein VCS oder ein ähnlicher Baumumarmer-club seine Finger im Spiel. Nicht, dass ich das Schweizer System schlecht finde! Schliesslich ist es gut, dass alle Interessengruppen berücksichtigt werden. Nur gibt es aus meiner Sicht (noch) keine Vereinigung, die die Interessen der Autofahrer mit Nachdruck verteidigt. Der TCS ist meines Erachtens zu passiv.

    Danke für die Aufzählung so viele guter Beispiele für den Verhältnisblödsinn, der zusehends in die Regelungen für den öffentlichen Strassenverkehr Einzug hält.
    Ob es nun um verkehrsplanerische, steuerrechtliche, administrative oder strafgesetzliche Entscheide geht: die Schweizer Behörden sind praxisfremd und keinen scheint es wirklich zu kümmern.


    Beispiele gibt es en Masse: Ob es um die Regelung 80/120 geht, welche ursprünglich als Provisorium eingeführt wurde (Waldsterben!) und stillschweigend übernommen wurde. Oder die Subventionspolitik für den ÖV. Oder die kürzlich eingeführte Pauschalbeurteilung von schweren Geschwindigkeitsübertretungen, welche juristisch betrachtet sogar problematisch ist. Oder der zürcher "Südring", dessen Verkehr seit Jahren durch die Stadt fliesst.


    Der aus meiner Sicht wohl gefährlichste behördliche Fehlentscheid ist nach wie vor der Fussgängervortritt: Statt einzusehen, dass es gefährlich ist, den Menschen den Glauben zu geben, sie könnten durch ihr Recht auf Vortritt gegen die Physik eines nahenden Fahrzeuges bestehen, wird vom Mordor für den mobilen Menschen (ASTRA*) über Zusatzmassnahmen nachgedacht, anstatt den Fehler endlich einzusehen.
    All das zeigt für mich deutlich, wie viel man in Bundesbern vom Thema Individualverkehr versteht: nämlich nichts.


    *Vision Zero und ähnliche Farcen

    Eine Idee wäre die Einführung einer Deklarationspflicht für alle Produkte (wie bei gewissen Nahrungsmitteln) für Herkunft, Transport und die Energiearten und -Aufwände .
    Damit könnte der bewusste (und wohlhabende) Kunde sich vor dem Kauf darüber informieren, welche ökologischen Konsequenzen die Produkte seiner Wahl mit sich bringen.


    Als nächster Schritt könnte man entsprechende Strafsteuern einführen. Dann würde es sich vielleicht wieder lohnen, gewisse Produkte hier in Europa zu herzustellen, anstatt in China.


    Natürlich würde dies auch Folgen für unseren Wohlstand haben. Ein Handy für 50.- liegt dann vielleicht nicht mehr drin. Aber wenn wir etwas zur Rettung der offenbar nachweislich untergehenden Welt unternehmen wollen, so wie es sich unser werter Herr Bundesrat auf die Fahne geschrieben hat, dann müssen wir wohl ganzheitlich Denken und nicht auf die Spitze des Eisberges losgehen!


    Sonst könnte man noch das Gefühl kriegen, ihm gehe es dabei gar nicht wirklich um die Rettung der Welt...

    Ich finde es logisch, dass wieder einmal die Autofahrer dran glauben sollen. Schliesslich sind wir die Milchkühe der Nation. Und alleine am Elend der Welt schuld. und all die sozialen Züribuben, die kein Auto haben, sind ja global betrachtet überhaupt nicht am CO2 Ausstoss mitverantwortlich!
    Denn schliesslich beziehen sie keinen Kohlekraft-Strom aus der Steckdose, welcher importiert wird, besitzen keinen lässigen Ipod, welcher in Fernost eingeschippert wurde und nehmen auch nie den Flieger (ohne Katalysator!), um eine wunderbar kulturelle Reise nach Indien zu unternehmen.


    Unser Moritz ist genau einer dieser wolleschalbewehrten City-Buebe, der fieberhaft nach allen Möglichkeiten sucht, um dem liberalen Lifestyle ein Ende zu bereiten. Ob nun das Waldsterben, das Ozonloch, der tödliche Feinstaub oder -aktuell- der Klima Supergau hinhalten muss. Aber müssten wir nicht konsequenterweise die selbe Politik auf alle anderen CO2 verursachenden Lebensbereiche anwenden? Würde die Weltwirtschaft dann überhaupt noch funktionieren?


    Ob die Welt gerettet wird, wenn in der Schweiz ein Bisschen weniger Auto gefahren wird? Und wen triffts, wenn der Benzinpreis dermassen hoch ist? Den Banker in seinem fetten SUV oder den Gipser im Lieferwagen? Ist diese Politik denn sozial, Herr SP Bundesrat? Oder eher: Selbsternannter Klima Messias?


    Hoffentlich schiesst er sich damit endlich endgültig ins Symathie-Abseits! <fire>