Meine Meinung zu Amir:
Zuerst um etwas klar zu stellen: Ich will hier niemanden in Schutz nehmen und schon gar nicht Typen, die einen riesen Haufen Bockmist in die Kamera lallen und damit der Raserhetze noch mehr Rückenwind verschaffen.
Aber: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass jetzt endlich ein Feinbild da ist, und das ist dieser obskure Amir. Er ist ja der gefährlichste Raser der Schweiz (was der Blick schreibt, muss ja stimmen...). Jedenfalls scheint er effektiv nicht der Hellste zu sein, will man seinen Statements Glauben schenkt.
Was wir aber nicht wissen, ist was neben der laufenden Kamera passiert ist und geredet wurde. In welchem Kontext er seine Aussagen zum besten gegeben hat. Mit einem guten Filmschnitt kann man sehr viel ändern. Wenn wir davon ausgehen, dass dieser Typ unter Gleichgesinnten ähnliche Sprüche klopft (wer ist wohl der krassere?) kann man davon ausgehen, dass er zu wenig schlau war, um zu checken, dass man das in der Öffentlichkeit besser nicht tun sollte.
Nur gibt es einen Unterschied zwischen Reden und Tun. Seine Vorstrafen zeugen nicht von ausgeprägter Lernfähigkeit. Dennoch finde seine Vergehen (abgesehen von 90 innerorts) nicht unbedingt schockierend. Ich denke mal, da gibt es wesentlich gröbere Fälle. Was nicht heisst, dass er nicht einen Verkehrspsychologen aufsuchen sollte.
Ich habe einfach Mühe damit, dass ein einziger Mensch zur Zielscheibe gemacht wird für den ganzen Volkshass, der sich durch diese permanenten und total übertriebenen "Raser" Sensationsmeldungen aufgestaut hat. Minderheiten anzuprangern kann schlimmer Folgen mit sich führen (siehe 2. Weltkrieg).
Sauer bin ich auf die Leute, die verantworten, dass ein einziger Menschen auf diese Weise systematisch durch den Schlamm gezogen wird. Präzise kalkuliert mit der Absicht, ein Feindbild zu stilisieren, um damit die eigenen Interessen vorantreiben zu können (Leuenbergerei, VCS usw...), da damit die Rückendeckung vom Volk gegeben ist. Also Amir als Mittel zum Zweck. Lasst euch nicht verarschen!