Ich verstehe, dass aufgrund der Probleme des genannten Unternehmens Bonus-Zahlungen auf den ersten Blick etwas suspekt erscheinen. Lasst euch aber nicht von den Politikern die das Thema ausschlachten um sich zu profilieren damit sie bei den nächsten Wahlen gut dastehen oder von den Medien, die selber in der Krise stecken und solche Reisser gerne nutzen und aufbauschen um die massiv zuückgegangenen Verkaufszahlen aufzupeppen, vor den Wagen spannen.
Der Bonus ist ein vertraglich festgelegter Lohnbestandteil und ist an die mit dem Mitarbeiter verinbarten Jahresziele geknüpft. Daher ist es auch legitim, dass ein Mitarbeiter der seinen Job gut gemacht hat und seine Ziele erreicht oder übertroffen hat seinen Bonus bekommt, auch wenn in einem anderen Sektor scheisse gebaut wurde und sich dies negativ auf die gesamte Bilanz der Firma auswirkt. Das ist in meinen Augen auch dann in Ordnung, wenn die Firma einen Kredit (für den sie hohe Zinsen zahlt) aufnehmen muss, wie das bei der UBS der Fall ist wo der Staat diesen Kredit gewährt hat.
Es geht dabei ja auch darum, dass man konkurrenzfähig bleibt. Würde die UBS die vereinbarten Boni nicht auszahlen, würden gute Mitarbeiter abwandern, was die Chancen der Bank zusätzlich verschlechtern würde. Also ist es auch im Sinne von Staat und Bevölkerung, dass ein Schweizer Unternehmen, das so eng in die wirtschaftlichen Abläufe und Zusammenhänge in diesem Land verflochten ist, gestärkt wird und eine marktübliche Entlöhnung bietet, denn nur so kann es wieder aufwärts gehen.
Was ich hier auch zwischen den Zeilen herauslese ist, dass einige offenbar grundsätzlich gegen leistungsabhängige Löhne sind. Ich persönlich finde das die einzig Art die wirkich fair und sozial ist. Ein fairer Grundlohn und ein Bonus der höher ausfällt, je besser man arbeitet, sollte in meinen Augen flächendekend in allen Branchen eingeführt werden.