Zitat
Original von hingi ATR
wegen den Ringfahrten bei z.b. 35Grad, damit der Schmierfilm erhalten bleibt, auch wenn ich 2 Stunden ständig bis 8500U/min drehe
Damit erspare ich mir sogar einen Ölkühler, den das Öl hält ohne Probs 180-200Grad aus.
Das kann man auch mit 0W40. Das halten weitaus gröbere Motoren auch aus. Zudem ist die Öltemparatur mit dem 60er höher als mit dem 40er.
Beim 60er hält der Schmierfilm zwar theoretisch länger, aber in der Praxis muss man sich auch unter erschwerten Bedingungen mit dem 40er darüber keine Sorgen machen. Hier hat man also mit dem 60er keinen Vorteil. Da stellt sich bei mir die Frage wozu die Nachteile in Kauf nehmen, wenn man keinerlei Vorteile hat?
Sicher kann man als Argument anbringen, dass in der DPM (ehemals DTC) die Rennen keine 2 Stunden dauern. Aber 0W40 wird auch in Langstreckenrennen eingesetzt ohne dass es bisher je Probleme mit dem Schmierfilm gegeben hätte.
Sicher wird jetzt das Argument kommen, dass aber in dieser und jeder Rennserie auch 60er Öl eingesetzt wird, ohne dass es je Probleme mit Schaumbildung, ausgespülten Lagern etc. gegeben hat. OK, das mag sein, aber auch bei dieser Argumentation gibt es nichts das für das 60er spricht. Wenn das 40er Öl in einem Honda-Motor die gleichen Belastungen aushält wie das 60er, warum denn mehr Geld ausgeben? Damit man ruhiger schlafen kann, weil man damit suggeriert das Leben des Motors zu verlängern?
Es gibt genug Gründe die gegen 60er sprechen, aber für mich keinen einzigen plausiblen der dafür spricht.
Nur so nebenbei als Ergänzung zum Thema Öl und höhere Beanspruchung im Renneinsatz: Da wird Geld für unnötig teures Motoröl praktisch zum Fenster rausgeworfen, aber was ist mit dem Getriebeöl? Das wird gerne vergessen und da wird gespart. Meine Empfehlung, beruhigt 0W40 fahren und nach jedem Renneinsatz neues MTFII einfüllen, so ist das Öl-Budget sinnvoll eingesetzt. 