Genau, es gilt unter Teenies als cool, Leute auszurauben und tot zu schlagen 
Weder die Aussage von blackraven kann ich voll unterstützen, noch die von yeah02.
Ich bin in den 90ern gross geworden, in der Zeit der offenen Drogenszene und der Blütezeit der Technobewegung. 16jährige Drogentote, Teenies die voll auf E die Nächte durchtanzten usw. - Drogen und Ausgang sind heute harmloser geworden. Gewalt gab es seinerzeit auch schon, wer seine neuen Nikes in Biel zur Schau getragen hat, musste damit rechnen barfuss nachhause zu gehen - wenn er schlau war ohne vorher ein paar in die Fresse gekriegt zu haben. Sicher ist aber die Gewaltbereitschaft gestiegen, das ist ein Problem der heutigen Zeit.
Das Hauptproblem sind nicht die Kids, sondern die Eltern. Wer sich selber für nichts interessiert und nichts in seinem Leben tut ausser der Konsum zu frönen, der muss sich auch nicht wundern, wenn es ihm der Nachwuchs gleichtut. Wie will man von den Kindern Werte erwarten, wenn ihre Alten auch keine haben?
Das Problem der heutigen Gesellschaft ist die zunehmende Banalisierung. Vor 20 Jahren hatte der untere Mittelstand noch nicht so viel Geld zur Verfügung. Die Nachkriegsgeneration kannte noch den Verzicht. Es gab, als meine Eltern Kinder waren, bei vielen Familien nicht jeden Tag Fleisch, es gab während der Ölkriese in den 70ern autofreie Sonntage, man musste sich das Töffli mit dem der Vater in die Fabrik zur Arbeit gefahren ist hart ersparen usw. Unsere Eltern wollten, dass wir es besser haben als sie, sie gaben uns Werte mit, Anstand und Umgangsformen. Irgendwie haben wir aber durch all das Oberflächliche unsere Wurzeln vergessen und sind der jüngeren Generation ein schlechtes Vorbild.
Sicher sind nicht alle so, aber eine Tendenz ist sichtbar. Wenn ihr euch wegen den Kids ärgert, fragt euch, was eure Werte sind, wie konsequent ihr sie in eurem Leben umsetzt und versucht ein gutes Vorbild zu sein. Das kann solche Fälle nicht vermeiden, aber dazu beitragen die Gesellschaft als Ganzes wieder ein bisschen zu erden und die Welt ein bisschen besser zu machen.