Klar gibt es gesetzgebungen wo ich auch nur den kopf schüttel aber ich halte mich lieber dran was Gesetz ist, als meine Energie für einen Widerstand aufzuwenden, der nichts bringt.
Das haben sich die Deutschen in den 1930er-Jahren auch gesagt und keinen Handel mehr mit Juden betrieben, oder weisse US-Amerikaner, welche die Segregation hingenommen haben, oder die Süd-Afrikaner welche sich an der Apartheid gestört aber nichts dagegen unternommen haben.
Ich will jetzt nicht sagen, dass wir in der Schweiz heute derartige Zustände haben, aber solche Tendenzen soll man bereits im Keim ersticken und es ist eine Bürgerpflicht sich dagegen zu wehren. Ich hab' gesehen, was über Jahrzehnte in Tunesien gelaufen ist und mit welche Arroganz da die Polizei an den Tag gelegt hat. Auch hier, kein Vergleich zur Schweiz, sicher. Aber wollen wir es soweit kommen lassen?
Ich bin politisch liberal eingestellt und habe deshalb so meine Mühe, wenn der Staat immer mehr reguliert und eingreift. Auf der einen Seite haben wir erstmals so wenig Verkehrsopfer wie in den 1950er-Jahren und auf der anderen Seite will man immer mehr und strengere Vorschriften. Mit welcher Begründung? Wir haben schon heute eine der strengsten und autofeindlichsten Gesetzgebungen der Welt, da muss man nichts ausbauen. Dazu kommt, dass die Polizei nicht dazu missbraucht wird auf habsburger'sche Art die Bürger zu schröpfen, sondern die Sicherheit zu gewährleisten und dabei den nötigen Anstand an den Tag zu legen.
Ich wurde neulich nach dem Ausgang von einer Streife angehalten und da fragte mich so ein junger Bullenschnösel, ob ich wohl nicht auch noch "es bitzeli Coggi" genommen hätte und nicht nur Red Bull. Ich hab dann zu ihm gesagt, er soll ein bisschen auf den Ton achten, das letzte mal als ich einen Joint geraucht habe sei er wohl noch in der Primarschule gewesen und andere Drogen hätte ich noch nie konsumiert. Schön war, dass der Mongo dann Alkohol- und Drogentest machen wollte (natürlich beide negativ), kosten den Stuerzahler ja nichts. Leider war im Auto, das er dann durchsuchen wollte auch nichts und so musste er uns schliesslich ziehen lassen, angepisst, dass er nichts gefunden hat, das er uns hätte anhängen können. Das ist Schikane und hat nichts mit dem Job der Polizei zu tun, sondern mit den Ego-Problemen eines Scheriffs. Und bevor jetzt Jones oder die anderen damit kommt ich hätte mich auffällig benommen; nein! hab ich nicht. Ich bin mit den vorgeschriebenen 50 Km/h angefahren gekommen, der Wagen war ein Automat, ich habe also nicht hochgedreh sondern bin gemütlich angetuckert gekommen. Es ging einfach darum, dass ich mich durch seine Arschloch-Art nicht habe einschüchtern lassen und ihn gemassregelt hate, was seiner Hoheit nicht in den Kram passte.