Honda hat das meiner Meinung nach beim Civic Hybrid auch falsch gemacht. Man nehme einen normalen Civic und packe den Hybridantrieb mit Akku hinein. Resultat: Zwar Limo aber ohne klappbare Rückbank. Ich war gefühlt der einzige in der Schweiz, der das Auto gekauft hat :-) Dann machen sie den neuen Insight, von Grund auf als Hybrid. Aber dermassen hässlich und mit billig wirkendem Innenraum, dass keiner das Auto kaufte.
Du kennst das ja. Der ZE1 war das kompromisslose Hybridauto und zeigt das mit einem super Verbrauch, auch heute noch, oder?
Und jetzt? Den Insight 2018, der endlich wie eine fette Limo aussieht (so dass die Schweizer kaufen würden), bringen sie nicht mal in Europa.
Beide waren zu früh für ihre damalige Zeit. Toyota ist drangeblieben und hat heute die meisten Hybride. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Toyota auch rein-elektrische Autos anbietet. Honda scheint damals der Mut und der Durchhaltewillen - sonst eine Stärke der Japaner - abhanden gekommen zu sein. Mit dem Civic IMA (Image eines Rentnerautos :D) waren wirklich nicht viele unterwegs, mit dem ZE1 (Image einer Ökogurke :D) auch nicht. Mancheiner fragt an der Tankstelle, ob das ein reines Elektoauto wäre. Den ZE2 möchte ich aber mit zwei grossen Abstrichen (Hoppel-Fahrwerk und billige Materialien im Innenraum für ein 30k-Auto) loben. Das Design ist immer noch zeitgemäss und er ist als Occasion gefragt (relativ hohe Occasionspreise). Ein Civic IMA erzielt auf dem Occasionsmarkt leider keinen vernünftigen Wert mehr. Honda hat beim Facelift des ZE2 zwar nachgebessert, aber da war es schon zu spät, der Ruf war schon ramponiert. Wieso nicht schon von Beginn weg so? Schade drum. Im Strassenbild sieht man die ZE2 immer noch recht häufig.
Der ZE1 war ein Forschungsauto mit relativ einfacher Hybridtechnik für die Strasse. Ich habe in den letzten 20 Jahren kein Fahrzeug gesehen, das weniger verbraucht, und schon gar nicht weniger als die Herstellerangaben.
Den schicken Insight 3 hätte ich gerne in Europa gesehen. In den USA kostet er $20k. Immerhin kommt jetzt der CR-V als Hybrid zu uns. Wenn man denn noch eine Honda-Garage in der Nähe findet.
Ja, die Marketingabteilungen meinen mit 'elektrisch' 'rein-elektro' und 'hybrid'. Das klingt einfach besser. 
Strom ist nun mal ein universeller Energieträger. Mit einem grossen Manko: der Speicherung. Drum werden wir um die dezentrale Produktion nicht herumkommen. Was natürlich den grossen Energieunternehmen nicht gefällt. Wenn aber mal Solarziegel günstiger sind als echte Ziegel, wird niemand mehr echte Ziegel verbauen. Und plötzlich haben wir am Tag einen Haufen Strom. Dann kann man überzähligen Strom in Batterien speichern, Stauseen hochpumpen, Gas oder Wasserstoff produzieren. Wenn die Ziegel dann gleichzeitig Strom und Wärme produzieren (gibts auch schon), spart man wieder Strom bei der Wassererwärmung mit Wärmepumpen. Es ist also noch riesiges Potenzial in der Sonne. Auch bei uns.
Gegenbeispiel: in der IT z.B. hat vor 20 Jahren die Hardware den Takt vorgegeben. Alle 3-5 Jahre ein neuer PC, weil Windoof immer leistungshungriger wurde. Seit Windows Vista/7 sind die Hardwareanforderungen eher konstant geblieben. Dafür wird nun massiv in die Netzwerke investiert, so dass die Arbeitsstation heutzutage nicht mehr alle paar Jahre aufgerüstet werden muss. Im Gegenteil, sie darf heute sogar weniger leistungsfähig sein. So sehe ich das auch bei der Elektrizität. Ich will jetzt nicht an die marode Infrastruktur in den USA denken, aber selbst bei uns wird das Netzwerk ausgebaut werden müssen. Dass wir die Fotovoltaik zu wenig nutzen, liegt vor allem daran, dass die anderen Energieträger zu günstig sind. Sie werden zwar besteuert und die Sonnenenergie gefördert, aber keiner der bisherigen grossen Player im Markt hat ein grosses Interesse daran, seine Pfründe zu verlieren. Selbst wenn man dort den Hebel ansetzen würde, würde es darauf hinauslaufen, dass sich weniger Leute die Mobilität im heutigen Ausmass leisten könnten. Man nehme den Leuten mal etwas Liebgewonnenes weg...das überlebt kein Politiker bei den nächsten Wahlen. Wenn das Netzwerk ausgebaut wird, dürfte es auch eine zentrale Produktion sein, die effizienter zu bewerkstelligen ist als eine dezentrale. Leider sind die Schweizer traditionell nicht sehr technologiefreundlich und haben eine ausgeprägte Abwehrhaltung gegenüber allem Neuen.
Die ehemalige BR Leuthard (die Linken gaben ihr den übernamen 'Atom-Doris' :-D) hatte sich auch einen Tesla als Dienstwagen angeschafft, 'betankt' mit Strom aus dem Atomkraftwerk, in welchem sie ein Mandat hatte.