Ich beschäftige mich grad ein bisschen mit der Verdichtung und deren Auswirkungen.
Die Verdichtung ist ja bekanntlich das Verhältnis von Hubraumvolumen zum Brennraumvolumen, sprich das Verhältnis vom Zylinder zum Brennraum. Erhöht man die Verdichtung, wird die gleiche Menge Gemisch in einen kleineren Raum gedrückt und verbrennt daher besser, ergo hat man mehr Leistung.
Soviel zur Leistungssteigerung. Was mich aber interessiert, sind die Auswirkungen auf die thermische Belastung des Motors. Ein Motor mit einer hohen Verdichtung lässt die Gase besser expandieren, was eine Kühlung mit sich bringt. Diese Kühlung wird an Kolben, Pleuel etc. weiter gegeben.
Das hiesse also, dass ein Motor mit 12:1 Verdichtung (wie das z.B. beim neuen V10 vom M5 der Fall ist) eigentlich eine tiefere Abgastemparatur haben müsste als ein identisch aufgebauter Motor mit einer Verdichtung von 10:1. Also wäre eigentlich ein Motor mit einer höheren Verdichtung, neben der besseren Effizienz, auch punkto thermische Belastung besser. Bei einem aufgeladenen Motor würde das also bedeuten, dass man besser eine etwas höhere Verdichtung wählt, weil so die thermische Belastung geringer ist.
Das Fazit daraus wäre also: Die Verdichtung sollte möglichst nahe an der Klopfgrenze gewählt werden.
Kann jemand meine Theorie bestätigen?